Unsere gute Zusammenarbeit mit den Landkreisen, Städten und Gemeinden drückt sich auch durch die Übernahme von Zugpatenschaften aus. Achten Sie einmal darauf, wenn Sie mit der BRB unterwegs sind. Sie erkennen die Patenkinder an den jeweiligen Wappen mit entsprechendem Schriftzug rechts und links vom Führerstand.
Gemeinsam mit den Bürgermeistern wurde das Wappen jedesmal feierlich enthüllt. Anschließend erhielten die Züge, Reisenden und Mitarbeiter der BRB den geistlichen Segen beider Kirchen. Und dabei ging es sowohl heiter als auch besinnlich zu. Wir haben einige Eindrücke und die Bedeutung der Wappen, die sich auch im Innenraum des jeweiligen Zuges finden, für Sie hier zusammengefasst.
Das Wappen der Stadt Aichach ist ein redendes Wappen. Es zeigt in Silber einen bewurzelten, grünen Eichenbaum mit goldenen Eicheln. Im Jahr 1347 verlieh Kaiser Ludwig der Bayr Aichach durch Privileg das Rechtsbuch von München. Damit war die Stadtwerdung des wittelsbachischen Hauptortes im Paargebiet abgeschlossen. Bereits seit dem Jahr 1315 sind Abdrucke des ältesten Siegels mit der Umschrift SIGILLVM CIVIVM IN AICHACH überliefert, auf denen der Eichenbaum gezeigt wird. Der Ortsname bedeutet "Siedlung im Eichenwald". Im Laufe der Jahre änderte sich das Siegelbild. Seit 1560 werden jedoch mit einer kurzen Unterbrechung die heute bekannten Farben verwendet. Ab 1721 zeigt es einen natürlichen, auf einem Hügel stehenden Eichenbaum und seit 1949 besteht das Wappen in der jetzigen Fassung.
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Das Augsburger Stadtwappen stellt eine grüne Zirbelnuss auf einem korinthischen Kapitell in einem rot-weiß geteilten Schild dar. Ursprünglich zeigte das erste bekannte Stadtsiegel eine zweitürmige Burg mit weit geöffnetem Tor, darüber einen sechs-zackigen Stern und davor eine spitze Thuja, den Lebensbaum. Die Deutung des Stadtwahrzeichens als Lebensbaum war lebendig zu Zeiten des jungen Königs Heinrich, Sohn des Staufers Friedrich II., der Augsburg eine "urbs regia" nannte.
Das zweite bekannte Stadtsiegel, dessen älltester, leider nur bruchstückweise erhaltener Abdruck an einer im Bayerischen Hauptstaatsarchiv in München befindlichen Urkunde aus dem Jahre 1260 hängt, zeigt statt des Lebensbaums im offenen Tor der zweitürmigen Burg mit dem Stern und darüber die "Stadtber" in der Form einer einer Weintraube auf geschwungenem Fuß mit Knauf, wie das Sanctissimum im Tabernakel. "Stadtber" ist die älteste vom Rat der Stadt selbst verwendete Bezeichnung für das Stadtwahrzeichen.
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Auf dem grünen Boden steht ein silbernes, von zwei Türmen flankiertes Stadttor und dahinter ein grüner Eichbaum mit goldenen Eicheln vor rotem Hintergrund. Die Abbilldung der Stadtmauer bezieht sich auf die Erhebung von Eichstätt zur Stadt. Da man den Namen "Eichstätt" als "Eichenstätte" deutete, wurde in das Wappen eine Eiche aufgenommen. Somit ist das Eichstätter Wappen also ein "redendes Wappen", das den Namen des Ortes erklärt. Bereits im Jahr 1256 wurde das Wappen in einem Siegel der Stadt erwähnt. Das älteste erhaltene Siegel findet sich an einer Urkunde vom Jahr 1304 und zeigt das Wappen von Eichstätt.
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Das Wappen zeigt unter der stumpfen, goldenen Spitze ein blaues Ulrichskreuz und darüber in Schwarz zwei schräg gekreuzte goldene Streitkolben mit silbernen Griffen. Die Streitkolben waren das Wappen der 1568 erloschenen ortsadeligen Herren von Eresing. Das Kreuz deutet zugleich auf den Patron der Pfarrkirche und das im Gemeindegebiet gelegene Kloster St. Ottilien hin."
"Lumen caecis - Licht den Blinden" lautet der Wappenspruch von St. Ottilien. "Die fünf Arme des Leuchters versinnbildlichen die fünf Erdteile. Das Licht Christi soll in den fünf Erdteilen aufleuchten gemäß dem Auftrag Jesu: "Geht hinaus in die Welt und verkündet die Frohe Botschaft allen Geschöpfen." Dabei steht das Wort "blind" im Sinne der Verkündigung: die Botschaft geht an alle Menschen, die diese noch nicht kennen. So wurde der Auftrag des neuen Missionsklosters 1887 zusammengefasst. Der Ursprung des Wappens geht auf die hl.Ottilia zurück, die blind geboren wurde und bei der Taufe das Augenlicht erhalten haben soll. Dem entsprechend hat der Gründer der Erzabtei St. Ottilien, Pater Andreas Amrhein, das ehemalige Schloss Emming auf St. Ottilien umbenannt."
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Das Wappen der Stadt Friedberg gehört zu den ältesten in Bayern und entstand zeitgleich mit der Stadtgründung um 1264. Es zeigt "in Blau auf grünem Sechsberg ein rotes Kreuz zwischen zwei aus dem mittleren Berg aufwachsenden silbernen Lilienstengeln". Im Lauf der Jahre veränderte sich die Darstellung nur wenig. Das Kreuz versinnbildlicht den Marktfrieden, die Freiung und damit auch den Stadtnamen. Beide Lilien symbolisieren das Gericht und die Rechtsprechung. Lilien sind auf Zeptern und Richterstäben ebenso zu finden wie in den mittelalterlichen Darstellungen mit Christus als Richter: Aus einem Ohr Christi geht das Schwert als Zeichen der Gerechtigkeit hervor, aus dem anderen die Lilie als Zeichen der Gnade.
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Das vordere Feld mit dem blauen Schräglinksbalken in Silber gibt das Stammwappen der Herren von Pflaumdorf (Phlaundorf) wieder, die wegen ihres Grundbesitzes und ihrem Patronatsrecht über die Pfarrkirche die spätmittelalterliche Geschichte von Geltendorf prägten. Sie besaßen im Gemeindegebiet Rechte sowie Güter und hatten bis 1408 auch das Patronatsrecht über die Kirche von Geltendorf inne. Dann übertrug Johannes der Pflaumdorfer das Patronatsrecht an den Stadtrat von Friedberg. Daher werden im hinteren Feld mit dem roten Tatzenkreuz auf einem Sechsberg die Elemente aus dem Wappen der Stadt Friedberg dargestellt. Genehmigt wurde das Wappen im Jahr 1968.
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Das Hohenpeißenberger Wappen verbindet geschichtliche Symbole mit der heutigen Zeit. Der stilisierte, bewurzelte Baum erinnert an das Wappen (Buche) des einstigen Augustinerchorherrenstiftes Rottenbuch, mit dem Ort und Wallfahrt Hohenpeißenberg seit ihren frühesten Anfängen auf das engste verbunden waren. Hammer und Schlägel als die in der Heraldik allgemein üblichen Bergwerkssymbole sollen den einstigen Charakter des Ortes als Sitz eines bedeutenden Bergwerks betonen. Mit der Farbgebung - Silber für Baum und Werkzeug, Blau als Feldfarbe - wird zugleich auf die Zugehörigkeit zu Bayern verwiesen.
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Das Ingolstädter Wappen zeigt in Silber einen feuerspeienden, rotbewehrten, blauen Panther. Dieses Wappenbild ist das dritte in der Geschichte der Stadt. Ab 1294 war als erstes Wappen der Heilige Mauritius als Patron der ersten Hauptkirche und Signum des Klosters Niederaltaich, des mittelalterlichen Kirchen- und Grundherrn von Ingolstadt, gebräuchlich gewesen. Beim zweiten Siegel, das von 1314 bis 1335 nachweisbar ist, kam ein kleiner Schild mit Panther dazu und 1347 blieb von diesem nur noch der Panther übrig. Der stehende Panter weist auf die Auflösung alter Bindungen hin. Er ist seit 1260 als Nebenwappen der Wittelsbacher nachweisbar. Es wird vermutet, dass die Wappenänderung mit dem Übergang des Ortenburger Erbes an die Wittelsbacher Herzöge zusammenhängt.
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Das Merchinger Wappen erinnert an zwei bedeutende Grundherren, die im Gemeindegebiet über den größten Besitz verfügten. Im oberen Teil befindet sich ein blauer Adler in goldenem Feld, was in verwechselten Farben dem Wappen der Grafen von Dießen und Andechs entnommen wurde. Denn seit 1078 war die Burg Merching Mittelpunkt der Dießener und Andechser Grafenherrschaft am Lechrain. Im 12. Jahrhundert schenkten die Grafen dann Güter in Merching an die Klöster Dießen und St. Ulrich in Augsburg. Das goldene Kleeblattkreuz in schwarzem Feld unten ist das Wappen der Reichsabtei St. Ulrich und Afra in Augsburg und erinnert an ihre Grundherrschaft im Gemeindegebiet.
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Am 29. März 1838 erhielt Mering durch seine Majestät König Ludwig I. sein Wappen. Gleichzeitig wurde auch gestattet, dieses Wappen im Siegel zu führen. Da weder Wappen noch Siegel benutzt wurden, gerieten sie zuerst in Vergessenheit, anschließend glaubte man sie verloren. Nach vieljährigen Bemühungen des damaligen Bürgermeisters, Kommerzienrat Clemens Wohlgeschaffen, wurde das Wappen wieder entdeckt. Der königlich bayerische Reichsherold beschreibt am 15. Februar 1912 das Wappen wie folgt: "Der Schild zeigt eine durchgehende, mit den Zinnen in das goldene Schildeshaupt hinein ragende silberne Mauer mit einer bis zum Schildeshaupt aufsteigenden Spitze, in welcher ein gestürztes Hunnenschwert erscheint." Die Zinnen beschreiben eine alte Welfenburg, die sich damals in Mering befand. Im Jahr 1808 wurde ein Schwert gefunden, welches man damals fälschlicherweise für ein Hunnenschwert hielt. Der Verbleib des Fundstücks ist unbekannt. Anlässlich der Markterhebung 1912 wurde dann mit dem Schwert auf die Lechfeldschlacht Bezug genommen. Das Schwert wird heute mit der Spitze nach unten dargestellt, um den Sieg der deutschen Stämme unter König Otto über die Magyaren zu symbolisieren. Heute weiß man, dass die dargestellte Schwertform eher einem Türkensäbel entspricht.
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„Über einem silbernen Schildfuß in Blau ein goldengekrönter, hermelinbesetzter silberner Stulphut, der mit drei goldenen Straußenfedern besteckt ist.“ Vom 12. Jahrhundert bis 1608 war in Schmiechen eine gleichnamige ortsadlige Familie ansässig. Sie führte seit 1296 den hermelinbesetzten, gekrönten und mit einem Federbusch besteckten Stulphut im Siegel. Derartige Hüte trug der Adel gern bei festlichen Anlässen. Silber und Blau sind als Schildfarben des Famillienwappens in älteren Wappenbüchern überliefert. Beide Elemente, die Farbe und die Darstellung des Stulphutes, erinnern an die Herren von Schmiechen.
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Der rechtsblickende Adler enstammt dem Wappenbild der Staufer, glich sich jedoch nach dem Übergang der Stadt Schongau an die Wittelsbacher dem Adler des bayerischen Wappens an. Erstmals nachgewiesen im Jahr 1393 erhielt der Adler der nunmehr bayerischen "Grenz- und Festungsstadt Schongau" ebenfalls den bayerischen Rautenschild. Nach dem Vorbild dieses bis 1818 gültigen Wappens wurde im Jahr 1836 das heutige Stadtwappen in einer Entschließung des Königlichen Staatsministeriums des Innern wie folgt festgelegt: " ... in einem goldenen Schilde, in welchem ein einfacher rechtssehender schwarzer Adler bey ausgebreiteten Flügeln aufrecht steht und auf der Brust einen Schild mit den bayerischen blauen und weißen Rauten trägt." Bemerkenswert ist, dass die Schongauer Farben seit ältesten Zeiten die deutschen Wappenfarben Schwarz (Adler), Rot (Bewehrung: Zunge und Krallen) und Gold (Schild) zeigen, bereichert mit dem Hinweis auf die bayerische Herkunft (Brustschild mit den weißblauen Rauten).
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Das Schrobenhausener Wappen ist geteilt, oben in Gold ein rot gekrönter schwarzer Bärenkopf, unten die blau-silbernen Wecken. Zum ersten Mal ist das Schrobenhausener Wappen auf einem städtischen Siegel aus dem Jahr 1328 überliefert. Das Wappentier wird als Bärenkopf gesehen, doch schließen Heraldiker nicht aus, dass es sich ursprünglich auch um einen Löwen gehandelt haben könnte. Die blau-silbernen Wecken ("Rauten") stammen ursprünglich von den Grafen von Bogen und wurden später von den Wittelsbachern übernommen. Sie deuten auf die enge Zugehörigkeit Schrobenhausens zum Herrschaftsgebiet der Wittelsbacher Herzöge hin.
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